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B1Fairy Tales4 min read733 words67 sentencesAudio

Hans und die Bohnenranke

German Story for Intermediates (B1)

This B1 German story is designed for intermediates learning German. It includes simple vocabulary and short sentences to help you improve your reading and listening skills. Click any word to see translations and hear pronunciation.

About this story

A poor boy named Jack trades his family's only cow for magic beans. When his angry mother throws them out, they grow into a giant beanstalk reaching the clouds. Jack climbs up three times to a giant's castle, stealing gold, a hen that lays golden eggs, and a magical harp. On his third adventure, the giant chases him down, but Jack cuts down the beanstalk just in time, defeating the giant and securing his family's wealth forever.

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Es war einmal eine arme Witwe, die mit ihrem Sohn Jack in einer kleinen Hütte lebte. Sie hatten sehr wenig Geld und nur eine Kuh, die ihnen Milch gab. Eines Tages gab die Kuh keine Milch mehr, und sie hatten nichts mehr zu verkaufen. Die Mutter sagte Jack, er solle die Kuh zum Markt bringen und sie verkaufen. Auf dem Weg zum Markt traf Jack einen seltsamen alten Mann. Der Mann bot an, die Kuh gegen Zauberbohnen zu tauschen. Er versprach, dass die Bohnen zu etwas Wunderbarem wachsen würden. Jack war aufgeregt und machte den Tausch, ohne nachzudenken. Als er nach Hause kam, war seine Mutter wütend. Sie schimpfte ihn aus, weil er so dumm war, und warf die Bohnen aus dem Fenster. Sie gingen in dieser Nacht hungrig und traurig ins Bett. Aber am nächsten Morgen war etwas Unglaubliches passiert. Eine riesige Bohnenranke war vor ihrem Fenster gewachsen und reichte hoch in die Wolken. Jack beschloss, hinaufzuklettern, um zu sehen, wohin sie führte. Er kletterte höher und höher, bis er die Spitze erreichte. Über den Wolken fand er ein seltsames und magisches Land. Dort stand ein riesiges Schloss, das einem schrecklichen Riesen gehörte. Jack war neugierig und ging auf das riesige Gebäude zu. An der Tür traf er die Frau des Riesen, die viel freundlicher war als ihr Mann. Sie warnte Jack, dass ihr Mann Menschenkinder zum Frühstück aß. Aber Jack war hungrig und bettelte um etwas zu essen. Die freundliche Frau gab ihm Brot und Käse und sagte ihm, er solle sich verstecken. Bald begann der Boden von schweren Schritten zu beben. Der Riese kam nach Hause und roch sofort etwas Seltsames. Er brüllte, dass er das Blut eines Engländers riechen könne. Seine Frau überzeugte ihn, dass es nur das Abendessen von gestern war. Der Riese setzte sich und zählte seine Säcke mit Goldmünzen. Nach dem Essen schlief er am Tisch ein und schnarchte laut. Jack schlich aus seinem Versteck und schnappte sich einen Beutel Gold. Er rannte zur Bohnenranke und kletterte so schnell er konnte hinunter. Seine Mutter war überglücklich, als sie das Gold sah. Sie lebten viele Monate gut, aber schließlich ging das Geld aus. Jack beschloss, noch einmal die Bohnenranke hinaufzuklettern. Er erreichte das Schloss und versteckte sich am selben Ort wie zuvor. Diesmal brachte der Riese eine Henne heraus, die goldene Eier legte. Jack beobachtete erstaunt, wie die Henne ein perfektes goldenes Ei produzierte. Als der Riese einschlief, schnappte sich Jack die Henne und rannte. Die Henne legte weiterhin goldene Eier für Jack und seine Mutter. Sie wurden ziemlich wohlhabend, aber Jack konnte einem weiteren Abenteuer nicht widerstehen. Er kletterte ein drittes Mal die Bohnenranke hinauf, obwohl er wusste, dass es gefährlich war. Diesmal versteckte er sich in einem Kupfertopf in der Küche. Der Riese kam nach Hause und spürte wieder, dass etwas nicht stimmte. Er durchsuchte das Haus, konnte Jack aber nicht im Topf finden. Nach dem Abendessen holte der Riese eine magische goldene Harfe heraus. Die Harfe konnte von selbst wunderschöne Musik spielen. Ihre Lieder waren so lieblich, dass der Riese bald einschlief. Jack sprang heraus und schnappte sich die Harfe. Aber die Harfe rief ihren Meister, er solle aufwachen. Der Riese erwachte mit einem schrecklichen Brüllen und jagte Jack. Jack rannte schneller, als er je in seinem Leben gerannt war. Er erreichte die Bohnenranke und begann schnell hinunterzuklettern. Der Riese folgte ihm und brachte die ganze Bohnenranke zum Wackeln. Jack rief seiner Mutter zu, sie solle ihm die Axt bringen. Sobald er den Boden erreichte, begann er, die Bohnenranke zu fällen. Der Riese war noch hoch oben, als die Bohnenranke zu fallen begann. Mit einem gewaltigen Krachen stürzten die Bohnenranke und der Riese herunter. Der Riese schlug auf dem Boden auf und wurde nie wieder gesehen. Jack und seine Mutter waren endlich sicher und sehr reich. Sie hatten die goldenen Eier von der Henne und Musik von der Harfe. Die Dorfbewohner kamen, um ihren Reichtum zu bewundern und die magische Musik zu hören. Jack wuchs zu einem weisen und großzügigen jungen Mann heran. Er vergaß nie, wie arm sie einst gewesen waren. Er teilte sein Vermögen mit anderen, die Hilfe brauchten. Seine Mutter war stolz auf den Mann, der er geworden war. Sie lebten viele Jahre glücklich in ihrer Hütte. Manche sagen, die magische Harfe spielt noch immer in stillen Nächten. Und Jacks Tapferkeit wurde zu einer Legende, die man sich über Generationen erzählte.

Vocabulary

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