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B1Work & Career5 min read879 words100 sentencesAudio

German Story (B1)Die Kündigung

Diese B1 Deutsch-Geschichte ist für mittelstufe konzipiert, die Deutsch lernen. Sie enthält einfaches Vokabular und kurze Sätze, um Ihre Lese- und Hörfähigkeiten zu verbessern. Klicken Sie auf ein beliebiges Wort, um Übersetzungen zu sehen und die Aussprache zu hören.

About this story

Maria, eine Marketingleiterin, die sich nach sieben Jahren in ihrem Firmenjob unerfüllt fühlt, trifft die schwierige Entscheidung zu kündigen. Inspiriert von einer Freundin, die ihren Job aufgab, um eine erfolgreiche Bäckerei zu eröffnen, schreibt Maria ihr Kündigungsschreiben und überreicht es ihrem Chef. Zu ihrer Überraschung teilt Herr Henderson seine eigene Erfahrung mit, wie er vor dreißig Jahren einen bequemen Job aufgab, um das Unternehmen zu gründen. Mit der Unterstützung ihrer Kollegen verlässt Maria an diesem Tag die Arbeit voller Vorfreude darauf, ihr eigenes Beratungsunternehmen zu gründen und die Kontrolle über ihre Zukunft zu übernehmen.

Translations in English
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Maria hatte sieben Jahre lang bei derselben Firma gearbeitet. Sie war Marketingleiterin und hatte ein Team von fünf Personen. Ihr Gehalt war gut, und ihre Kollegen waren freundlich. Aber etwas hatte sie seit Monaten beschäftigt. Sie fühlte sich in ihrer Position festgefahren, ohne Raum für Wachstum. Jeden Morgen saß sie im Stau und fragte sich, ob das alles im Leben war. Ihre Leidenschaft für Marketing war im Laufe der Jahre langsam verblasst. Sie hatte immer davon geträumt, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Letztes Wochenende hatte sie eine alte Freundin getroffen, die kürzlich ihren Job in einem Unternehmen gekündigt hatte. Ihre Freundin führte jetzt eine erfolgreiche Bäckerei im Stadtzentrum. 'Dieses Risiko einzugehen war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe,' hatte ihre Freundin ihr gesagt. Diese Worte hatten Maria die ganze Woche über begleitet. Am Montagmorgen kam Maria früher als gewöhnlich im Büro an. Sie setzte sich an ihren Schreibtisch und schaute sich im Großraumbüro um. Alles sah genauso aus wie in den letzten sieben Jahren. Dieselben beigen Wände, dieselben Leuchtstoffröhren, dieselbe Kaffeemaschine. Sie holte tief Luft und traf eine Entscheidung. Heute würde der Tag sein, an dem sie kündigen würde. Ihr Herz schlug schnell, als sie ihren Laptop öffnete. Sie begann, ihr Kündigungsschreiben zu tippen. 'Sehr geehrter Herr Henderson,' schrieb sie. 'Ich schreibe Ihnen, um Sie über meine Entscheidung zu informieren, von meiner Position als Marketingleiterin zurückzutreten.' Sie hielt inne und starrte auf den Bildschirm. Tat sie das wirklich? Zweifel begannen sich in ihren Kopf zu schleichen. Was, wenn sie keinen anderen Job finden konnte? Was, wenn ihre Geschäftsidee scheiterte? Was würden ihre Eltern denken? Ihr Kollege Thomas kam zu ihrem Schreibtisch. 'Du siehst besorgt aus,' sagte er. 'Ist alles in Ordnung?' Maria minimierte schnell das Dokument auf ihrem Bildschirm. 'Ja, alles ist in Ordnung,' antwortete sie mit einem gezwungenen Lächeln. 'Ich denke nur über ein Projekt nach.' Thomas nickte und ging weg. Maria schaute auf die Uhr auf ihrem Computer. Es war halb zehn, und Herr Henderson kam normalerweise um zehn. Sie hatte dreißig Minuten, um den Brief fertigzustellen. Sie tippte weiter und erklärte ihre Gründe für das Gehen. Sie schrieb darüber, dass sie neue Herausforderungen und persönliches Wachstum anstreben wollte. Sie dankte dem Unternehmen für die Möglichkeiten, die sie erhalten hatte. Schließlich schrieb sie, dass ihr letzter Tag in zwei Wochen sein würde. Sie las den Brief dreimal, bevor sie ihn ausdruckte. Ihre Hände zitterten leicht, als sie das gedruckte Blatt aufhob. Punkt zehn Uhr betrat Herr Henderson das Büro. Er war ein großer Mann in den Fünfzigern mit grauen Haaren und einem strengen Ausdruck. Maria stand von ihrem Stuhl auf. 'Herr Henderson, haben Sie einen Moment Zeit?' fragte sie nervös. Er sah sie neugierig an. 'Natürlich, Maria. Kommen Sie in mein Büro.' Maria folgte ihm in sein Eckbüro mit Glaswänden. Sie setzte sich auf den Stuhl gegenüber seinem großen Holzschreibtisch. 'Was kann ich für Sie tun?' fragte er und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Maria holte tief Luft und reichte ihm den Brief. 'Ich habe beschlossen zu kündigen,' sagte sie mit leicht zitternder Stimme. Herr Hendersons Ausdruck wechselte von Neugier zu Überraschung. Er las den Brief sorgfältig, ohne ein Wort zu sagen. Nach einer langen Pause sah er zu ihr auf. 'Ich muss sagen, das ist ziemlich unerwartet,' sagte er. 'Sie waren eine unserer besten Führungskräfte.' 'Danke, mein Herr,' antwortete Maria. 'Aber ich habe das Gefühl, dass es Zeit für mich ist, weiterzuziehen und etwas Neues zu versuchen.' Herr Henderson nickte langsam. 'Ich verstehe,' sagte er. 'Darf ich fragen, was Ihre Pläne sind?' Maria zögerte einen Moment, bevor sie antwortete. 'Ich möchte mein eigenes Beratungsunternehmen gründen,' gab sie zu. 'Ich denke schon lange darüber nach.' Ein kleines Lächeln erschien auf Herr Hendersons Gesicht. 'Wissen Sie, ich habe vor dreißig Jahren dasselbe getan,' sagte er. 'Ich habe einen bequemen Job verlassen, um diese Firma zu gründen.' Maria war überrascht von seinen Worten. 'Es war die beängstigendste, aber auch die beste Entscheidung meines Lebens,' fuhr er fort. 'Ich wünsche Ihnen alles Gute, Maria.' Maria spürte, wie sich Tränen in ihren Augen bildeten. 'Danke für Ihr Verständnis,' sagte sie. Sie gaben sich die Hand, und Maria verließ das Büro. Als sie zu ihrem Schreibtisch zurückkehrte, fühlte sie sich leichter als seit Jahren. Das Gewicht, das auf ihren Schultern gelastet hatte, war endlich verschwunden. Thomas bemerkte die Veränderung in ihrem Ausdruck. 'Du siehst anders aus,' sagte er. 'Ist etwas passiert?' Maria lächelte diesmal aufrichtig. 'Ich habe gerade gekündigt,' sagte sie. Thomas' Augen weiteten sich vor Schock. 'Was? Meinst du das ernst?' fragte er. 'Vollkommen ernst,' antwortete Maria. 'Ich werde mein eigenes Unternehmen gründen.' Thomas war einen Moment lang sprachlos. Dann lächelte er und klopfte ihr auf die Schulter. 'Gut für dich, Maria,' sagte er. 'Ich wusste immer, dass du für Größeres bestimmt bist.' An diesem Abend ging Maria nach Hause und war voller Vorfreude auf die Zukunft. Sie wusste, dass der Weg vor ihr nicht leicht sein würde. Es würde Herausforderungen, Rückschläge und Momente des Zweifels geben. Aber zum ersten Mal seit Jahren fühlte sie sich wirklich lebendig. Sie machte nicht mehr nur die Bewegungen des täglichen Lebens mit. Sie übernahm die Kontrolle über ihr Schicksal. Als sie aus dem Fenster ihrer Wohnung auf die Lichter der Stadt schaute, lächelte sie. Ein neues Kapitel ihres Lebens stand bevor.

Comprehension Questions

4 questions

1

Was inspirierte Maria dazu, darüber nachzudenken, ihren Job zu verlassen?

2

Welche Art von Unternehmen wollte Maria gründen?

3

Wie reagierte Herr Henderson, als Maria ihm das Kündigungsschreiben gab?

4

Wie lange hatte Maria in der Firma gearbeitet, bevor sie kündigte?

Vocabulary

39 words from this story

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