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German Story (B1)Digitale Entgiftung

Diese B1 Deutsch-Geschichte ist für mittelstufe konzipiert, die Deutsch lernen. Sie enthält einfaches Vokabular und kurze Sätze, um Ihre Lese- und Hörfähigkeiten zu verbessern. Klicken Sie auf ein beliebiges Wort, um Übersetzungen zu sehen und die Aussprache zu hören.

About this story

Emma, eine Grafikdesignerin, erkennt, dass sie zu viel Zeit an ihrem Handy verbringt. Nachdem ihre Freundin Sarah eine digitale Entgiftung vorschlägt, versucht Emma ein Wochenende ohne ihr Smartphone. Trotz anfänglicher Angst entdeckt sie das Lesen, Spaziergänge in der Natur und bedeutungsvolle Gespräche wieder. Am Sonntag fühlt sie sich verwandelt. Emma nimmt dauerhafte Änderungen vor, darunter das Löschen von Social-Media-Apps, die Begrenzung der Bildschirmzeit und die Einrichtung handyfreier Zonen zu Hause. Einen Monat später hat sich ihre Arbeit verbessert, Beziehungen sind stärker geworden, und sie hat alte Hobbys wiederentdeckt. Die Geschichte lehrt, dass Technologie ein Werkzeug ist, das wir weise nutzen lernen müssen.

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Emma schaute an diesem Morgen zum hundertsten Mal auf ihr Handy. Sie überprüfte die sozialen Medien, aber in den letzten fünf Minuten war nichts Interessantes passiert. Ihre Augen fühlten sich müde an, und sie hatte Kopfschmerzen. Sie erkannte, dass sie drei Stunden durch ihr Handy gescrollt hatte, bevor sie überhaupt aufgestanden war. 'Das ist nicht gesund,' dachte sie sich. Emma war eine Grafikdesignerin, die von zu Hause aus arbeitete. Ihr Job erforderte die Nutzung eines Computers, aber sie hatte bemerkt, dass ihre Bildschirmzeit im letzten Jahr drastisch gestiegen war. Sie verbrachte fast zwölf Stunden am Tag damit, auf Bildschirme zu schauen. Ihr Handy war zu einer Verlängerung ihrer Hand geworden. Sie überprüfte es ständig, selbst wenn sie wusste, dass es keine neuen Benachrichtigungen gab. An diesem Abend traf sich Emma mit ihrer Freundin Sarah zum Abendessen. Sarah bemerkte, dass Emma während ihres Gesprächs immer wieder auf ihr Handy schaute. 'Emma, hörst du mir überhaupt zu?' fragte Sarah. Emma war verlegen und legte ihr Handy weg. 'Es tut mir leid,' sagte sie. 'Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich das mache.' Sarah lächelte freundlich. 'Vielleicht brauchst du eine Pause von all diesen Bildschirmen.' 'Hast du schon mal eine digitale Entgiftung versucht?' fragte Sarah. Emma hatte schon von digitalen Entgiftungen gehört, aber sie hatte immer gedacht, das wäre etwas für andere Leute. 'Ich glaube nicht, dass ich auch nur einen Tag ohne mein Handy überleben könnte,' gab Emma zu. Sarah lachte. 'Genau deshalb brauchst du einen.' In dieser Nacht konnte Emma nicht aufhören, an das zu denken, was Sarah gesagt hatte. Sie beschloss, zu überprüfen, wie viel Zeit sie wirklich mit ihrem Handy verbrachte. Der Bildschirmzeit-Bericht schockierte sie. Sie verbrachte durchschnittlich sieben Stunden am Tag allein mit ihrem Handy, plus weitere fünf am Computer. Die meiste Zeit am Handy verbrachte sie in sozialen Medien und beim Ansehen kurzer Videos. 'Sieben Stunden!' flüsterte Emma ungläubig. Das war fast die Hälfte ihrer wachen Stunden. Am nächsten Morgen traf Emma eine Entscheidung. Sie würde ein Wochenende ohne ihr Smartphone versuchen. Sie erzählte ihren engen Freunden und ihrer Familie von ihrem Plan, damit sie sich keine Sorgen machten. Am Freitagabend schaltete Emma ihr Handy aus und legte es in eine Schublade. Die ersten paar Stunden waren am schwierigsten. Emma griff immer wieder nach ihrem Handy, nur um sich zu erinnern, dass es nicht da war. Ihre Hände fühlten sich leer an, und sie wusste nicht, was sie damit machen sollte. Sie fühlte sich ängstlich und unruhig. 'Was, wenn jemand mich erreichen muss?' dachte sie. Aber dann erinnerte sie sich, dass Notfälle selten waren, und alle wichtigen Leute wussten, dass sie am Wochenende nicht erreichbar war. Um sich abzulenken, nahm Emma ein Buch, das sie schon seit Monaten lesen wollte. Zuerst fiel es ihr schwer, sich zu konzentrieren. Ihre Gedanken schweiften immer wieder ab zu dem, was online passieren könnte. Aber langsam, Seite für Seite, vertiefte sie sich in die Geschichte. Drei Stunden vergingen, und Emma hatte kein einziges Mal an ihr Handy gedacht. Sie lächelte, überrascht davon, wie gut es sich anfühlte. Am Samstagmorgen wachte Emma zum ersten Mal seit Jahren ohne Wecker auf. Sie hatte neun Stunden am Stück geschlafen. Normalerweise würde sie sofort nach dem Aufwachen ihr Handy überprüfen, aber heute war es anders. Stattdessen lag sie im Bett und hörte den Vögeln zu, die vor ihrem Fenster sangen. Sie konnte sich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal solche einfachen Geräusche wahrgenommen hatte. Zum Frühstück beschloss Emma, eine richtige Mahlzeit zu kochen, anstatt schnell etwas zu essen, während sie scrollte. Sie machte Pfannkuchen mit frischen Beeren und genoss jeden Bissen. Nach dem Frühstück ging Emma für einen langen Spaziergang im Park. Sie bemerkte, wie schön die Herbstblätter waren, mit ihren roten und goldenen Farben. Kinder spielten auf dem Spielplatz, und Hunde liefen frei herum. Emma setzte sich auf eine Bank und beobachtete, wie die Welt vorbeizog. Sie fühlte sich zum ersten Mal seit langem friedlich. Am Nachmittag rief Emma ihre Mutter über ihr Festnetztelefon an. Sie sprachen eine Stunde lang ohne jegliche Ablenkung. Ihre Mutter war überrascht, wie präsent Emma während des Gesprächs wirkte. 'Du klingst heute anders,' sagte ihre Mutter. 'Entspannter.' Emma lächelte. 'Ich probiere etwas Neues aus.' Am Sonntag setzte Emma ihre digitale Entgiftung fort. Sie besuchte ein lokales Kunstmuseum, etwas, das sie schon seit Jahren machen wollte. Ohne ihr Handy schaute sie sich die Gemälde tatsächlich an, anstatt sie zu fotografieren. Sie nahm sich Zeit, die Beschreibungen zu lesen und die Geschichten der Künstler zu verstehen. Es war ein völlig anderes Erlebnis als ihre üblichen hastigen Museumsbesuche. Am Sonntagabend fühlte sich Emma wie ein anderer Mensch. Ihre Augen taten nicht mehr weh, und ihre Kopfschmerzen waren völlig verschwunden. Sie hatte beide Nächte gut geschlafen und fühlte sich energiegeladener als seit Monaten. Als sie am Sonntagabend schließlich ihr Handy wieder einschaltete, war sie von ihrer eigenen Reaktion überrascht. Sie fühlte sich weder aufgeregt noch ängstlich, ihre Benachrichtigungen zu überprüfen. Stattdessen fühlte sie sich ruhig und hatte alles unter Kontrolle. Viele Benachrichtigungen warteten auf sie, aber keine davon schien mehr dringend. Die meisten waren Werbung, zufällige Social-Media-Updates und Nachrichtenartikel, die sie nicht lesen musste. Emma beschloss, einige dauerhafte Änderungen an ihren digitalen Gewohnheiten vorzunehmen. Zuerst löschte sie alle Social-Media-Apps von ihrem Handy. Sie konnte immer noch von ihrem Computer darauf zugreifen, wenn sie es wirklich brauchte. Zweitens schaltete sie alle nicht wesentlichen Benachrichtigungen aus. Nur Telefonanrufe und Nachrichten von engen Kontakten würden sie jetzt benachrichtigen. Drittens setzte sie ein tägliches Bildschirmzeit-Limit von zwei Stunden für den persönlichen Gebrauch. Schließlich schuf sie handyfreie Zonen in ihrem Zuhause. Das Schlafzimmer und der Esstisch wurden zu Orten, an denen keine Handys erlaubt waren. Die Änderungen waren anfangs nicht einfach. Emma ertappte sich manchmal dabei, aus Gewohnheit nach ihrem Handy zu greifen. Aber mit jeder verstreichenden Woche wurde der Drang schwächer. Einen Monat später traf sich Emma wieder mit Sarah zum Abendessen. Diesmal blieb ihr Handy den ganzen Abend in ihrer Tasche. Sarah bemerkte die Veränderung sofort. 'Du wirkst so viel glücklicher,' sagte Sarah. Emma stimmte zu. 'Ich habe das Gefühl, mein Leben zurückzuhaben.' Sie erklärte alle Änderungen, die sie vorgenommen hatte, und wie sie sich auf sie ausgewirkt hatten. Ihre Arbeit hatte sich verbessert, weil sie sich über längere Zeiträume konzentrieren konnte. Ihre Beziehungen waren stärker geworden, weil sie bei Gesprächen wirklich präsent war. Sie hatte alte Hobbys wie Lesen, Malen und Gartenarbeit wiederentdeckt. Am wichtigsten war, dass sie sich glücklicher und friedlicher fühlte als seit Jahren. 'Technologie ist nicht der Feind,' sagte Emma nachdenklich. 'Es ist ein Werkzeug, und wie jedes Werkzeug müssen wir lernen, es weise zu benutzen.' Sarah nickte zustimmend und beschloss, selbst eine digitale Entgiftung zu versuchen. Als Emma an diesem Abend nach Hause ging, blickte sie zu den Sternen hinauf. Sie konnte sich nicht erinnern, wann sie das zuletzt getan hatte. Der Nachthimmel war wunderschön, und zum ersten Mal seit langem war sie wirklich präsent, um ihn zu genießen.

Comprehension Questions

4 questions

1

Wie viele Stunden pro Tag verbrachte Emma laut dem Bildschirmzeitbericht mit ihrem Handy?

2

Was machte Emma am Freitagabend mit ihrem Handy, um ihren digitalen Entzug zu beginnen?

3

Was hat Emma NICHT als eine ihrer dauerhaften Änderungen ihrer digitalen Gewohnheiten gemacht?

4

Was hat Emma während ihrer digitalen Entgiftungsreise wiederentdeckt?

Vocabulary

41 words from this story

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