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German Story (B1)Tokio-Abenteuer

Diese B1 Deutsch-Geschichte ist für mittelstufe konzipiert, die Deutsch lernen. Sie enthält einfaches Vokabular und kurze Sätze, um Ihre Lese- und Hörfähigkeiten zu verbessern. Klicken Sie auf ein beliebiges Wort, um Übersetzungen zu sehen und die Aussprache zu hören.

About this story

Emma reist nach zwei Jahren des Sparens nach Tokio. Sie übernachtet in einem traditionellen Ryokan, besucht berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Meiji-Schrein, die Shibuya-Kreuzung und den goldenen Tempel in Kyoto. Sie probiert authentische Ramen, trägt einen Kimono und erlebt die japanische Kultur hautnah. Die Reise verwandelt sie in einen selbstbewussteren Menschen, und sie verlässt Japan mit wundervollen Erinnerungen und dem Versprechen zurückzukehren.

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Emma hatte immer davon geträumt, Japan zu besuchen. Nachdem sie zwei Jahre lang Geld gespart hatte, kaufte sie endlich ein Flugticket nach Tokio. Der Flug von London dauerte zwölf Stunden. Emma konnte kaum schlafen, weil sie so aufgeregt war. Als das Flugzeug auf dem Flughafen Narita landete, schlug ihr Herz schnell. Sie holte ihr Gepäck und ging durch den Zoll. Alles sah für sie anders und faszinierend aus. Sie nahm den Expresszug vom Flughafen in die Innenstadt von Tokio. Der Zug war unglaublich sauber und leise. Emma beobachtete, wie die Stadt durch das Fenster erschien, als sie sich näherten. Die Skyline war eine Mischung aus modernen Wolkenkratzern und traditionellen Gebäuden. Sie kam am Bahnhof Shinjuku an, einem der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt. Tausende von Menschen eilten in alle Richtungen. Zunächst fühlte sich Emma von den Menschenmengen überwältigt. Aber sie folgte den Schildern und fand den Weg zum Ausgang. Ihr Hotel war ein kleines traditionelles Gasthaus namens Ryokan. Sie musste am Eingang ihre Schuhe ausziehen und drinnen Hausschuhe tragen. Die Besitzerin war eine ältere Dame, die ein wenig Englisch sprach. 'Willkommen in Japan,' sagte sie mit einem herzlichen Lächeln. Emmas Zimmer hatte Tatami-Matten auf dem Boden und einen Futon zum Schlafen. Sie hatte noch nie auf dem Boden geschlafen, aber es war überraschend bequem. Am nächsten Morgen wachte Emma wegen des Jetlags früh auf. Sie beschloss, die Nachbarschaft vor dem Frühstück zu erkunden. Die Straßen waren bereits voller Menschen auf dem Weg zur Arbeit. Sie fand einen kleinen Supermarkt und kaufte ein Onigiri, einen in Algen gewickelten Reisball. Es schmeckte köstlich und kostete nur hundert Yen. Nach dem Frühstück besuchte Emma den berühmten Meiji-Schrein. Der Schrein befand sich in einem wunderschönen Wald mitten in der Stadt. Hohe Bäume säumten den Weg, und die Luft roch frisch und sauber. Emma beobachtete, wie Menschen Wünsche auf kleine Holztafeln namens Ema schrieben. Sie kaufte eine und schrieb einen Wunsch für eine sichere und glückliche Reise. Als Nächstes nahm sie die U-Bahn nach Shibuya, um die berühmte Kreuzung zu sehen. Die Shibuya-Kreuzung ist der Ort, an dem Tausende von Menschen gleichzeitig die Straße überqueren. Emma stand an der Ecke und schaute voller Staunen zu. Als die Ampel wechselte, schloss sie sich der Menge an und überquerte mit allen anderen. Es fühlte sich an, als wäre sie in einem Film. Zum Mittagessen beschloss Emma, authentische japanische Ramen zu probieren. Sie fand ein kleines Restaurant, in dem die Kunden an einer Theke saßen. Der Koch bereitete die Nudeln direkt vor ihr zu. Die Ramen kamen in einer großen Schüssel mit Schweinefleisch, Eiern und Gemüse. Emma schlürfte die Nudeln laut, was in Japan höflich ist. Es waren die besten Nudeln, die sie je gegessen hatte. Am Nachmittag besuchte Emma das trendige Viertel Harajuku. Junge Leute trugen auf den Straßen farbenfrohe und ungewöhnliche Mode. Sie sah Stile, die sie in London noch nie gesehen hatte. Emma kaufte in einem kleinen Laden eine süße Handyhülle in Katzenform. Sie probierte auch eine Crêpe gefüllt mit Erdbeeren und Schlagsahne. Am Abend waren Emmas Füße müde vom vielen Laufen. Sie beschloss, ein traditionelles japanisches Badehaus namens Sento zu besuchen. Sie musste sich vollständig waschen, bevor sie das heiße Bad betrat. Das heiße Wasser entspannte ihre Muskeln und machte sie erfrischt. Am nächsten Tag nahm Emma einen Hochgeschwindigkeitszug nach Kyoto. Der Shinkansen fuhr mit über dreihundert Kilometern pro Stunde. Sie konnte den Berg Fuji in der Ferne durch das Fenster sehen. Der schneebedeckte Berg sah wunderschön vor dem blauen Himmel aus. Kyoto war über tausend Jahre lang die alte Hauptstadt Japans. Die Stadt hatte Hunderte von Tempeln und traditionellen Gärten. Emma besuchte den berühmten goldenen Tempel Kinkaku-ji. Das Gebäude war vollständig mit Blattgold bedeckt und spiegelte sich im Teich. Emma machte viele Fotos, um sich an diesen wunderschönen Anblick zu erinnern. Sie ging auch durch den Bambuswald in Arashiyama. Die hohen Bambusstangen schufen eine magische Atmosphäre. Das Geräusch des Windes durch den Bambus war friedlich und beruhigend. An ihrem letzten Tag in Kyoto beschloss Emma, einen Kimono zu tragen. Ein Geschäft bot Kimono-Verleih für Touristen an. Das Personal half Emma, einen schönen blauen Kimono mit Blumenmustern auszuwählen. Es dauerte dreißig Minuten, sich richtig in den Kimono zu kleiden. Emma ging durch die alten Straßen und fühlte sich, als wäre sie in der Zeit zurückgereist. Viele Menschen lächelten und machten ihr Komplimente zum Kimono. Zurück in Tokio hatte Emma ein letztes Erlebnis, das sie ausprobieren wollte. Sie wollte eine Karaoke-Bar besuchen und japanische Lieder singen. Sie mietete einen kleinen privaten Raum mit Mikrofon und Bildschirm. Obwohl sie nicht viele japanische Lieder kannte, hatte sie großen Spaß. In ihrer letzten Nacht spazierte Emma noch einmal durch Shinjuku. Die Neonlichter leuchteten hell gegen den dunklen Himmel. Sie fühlte sich zugleich glücklich und traurig, dass ihre Reise endete. Japan war alles gewesen, was sie sich vorgestellt hatte, und noch mehr. Die Menschen waren unglaublich freundlich und hilfsbereit gewesen. Das Essen war köstlich gewesen, und jeder Tempel war wunderschön gewesen. Am nächsten Morgen packte Emma ihren Koffer und checkte aus dem Ryokan aus. Die ältere Besitzerin gab ihr ein kleines Geschenk, einen Glücksbringer namens Omamori. 'Das wird dir Glück und sichere Reisen bringen,' sagte sie. Emma dankte ihr herzlich und versprach, eines Tages zurückzukehren. Im Zug zum Flughafen schaute Emma sich alle Fotos auf ihrem Handy an. Es gab Hunderte von Erinnerungen aus nur zehn Tagen in Japan. Sie lächelte, als sie durch Bilder von Tempeln, Essen und Stadtlichtern scrollte. Am Flughafen kaufte Emma noch einige Last-Minute-Souvenirs für ihre Familie. Sie wählte grünen Tee, traditionelle Süßigkeiten und kleine japanische Spielzeuge. Als das Flugzeug startete, sah Emma, wie Tokio unter den Wolken verschwand. Sie war dankbar für jeden Moment ihres Abenteuers. Diese Reise hatte sie auf eine Weise verändert, die sie nicht erwartet hatte. Sie hatte gelernt, unabhängiger und selbstbewusster zu sein. Sie hatte entdeckt, dass sie Herausforderungen in einem fremden Land bewältigen konnte. Am wichtigsten war, dass sie wundervolle Erinnerungen geschaffen hatte, die für immer bleiben würden. Als Emma nach Hause kam, wartete ihre Familie am Flughafen. Sie umarmten sie fest und fragten nach ihrer Reise. Emma hatte so viele Geschichten zu erzählen. An jenem Abend, als sie den Omamori-Anhänger in der Hand hielt, traf Emma eine Entscheidung. Sie würde wieder anfangen, Geld zu sparen. Eines Tages würde sie für ein weiteres Abenteuer nach Japan zurückkehren.

Comprehension Questions

4 questions

1

Wie lange sparte Emma Geld, bevor sie ihr Flugticket nach Tokio kaufte?

2

In welcher Art von Unterkunft übernachtete Emma während ihrer Reise?

3

Was sah Emma aus dem Fenster des Schnellzugs auf dem Weg nach Kyoto?

4

Welches Geschenk gab die Ryokan-Besitzerin Emma beim Abschied?

Vocabulary

40 words from this story

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