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Robinson Crusoe
B1Chapter 5 / 15720 words70 sentences

Der Schiffbruch

Chapter 5 · Robinson Crusoe · B1 German. Tip: Click on any word while reading to see its translation. Take your time with each chapter and review the vocabulary before moving on.

Chapter Summary

Ein schrecklicher Sturm zerstört das Schiff und Robinson wird allein an Land gespült.

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🇩🇪Deutsch🇬🇧English
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Als ich aufwachte, stand die Sonne hoch am Himmel. Für einen Moment wusste ich nicht, wo ich war oder was geschehen war. Dann kamen die Erinnerungen an den Sturm und den Schiffbruch zurück. Ich setzte mich schnell auf und schaute mich am Strand um. Der Sturm war vorübergezogen, und das Meer war jetzt viel ruhiger. Ich durchsuchte den Strand nach irgendeinem Zeichen meiner Gefährten. Aber ich sah niemanden, weder lebend noch tot. Ich rief, aber nur die Wellen antworteten mir. Die schreckliche Wahrheit wurde mir klar. Ich war der einzige Überlebende des Schiffbruchs. Alle elf meiner Gefährten waren im Meer ertrunken. Ich fiel auf die Knie und dankte Gott, dass er mein Leben gerettet hatte. Aber dann begann ich, über meine Lage nachzudenken. Ich war allein an einem unbekannten Ufer mit nichts außer den Kleidern, die ich am Leib trug. Ich hatte kein Essen, kein Wasser, keine Waffen, um mich zu verteidigen. Wilde Tiere oder Wilde könnten mich jeden Moment angreifen. Ich rannte den Strand auf und ab wie ein Verrückter. Ich weinte und schrie, bis ich keine Stimme mehr hatte. Als die Nacht kam, kletterte ich auf einen hohen Baum, um zu schlafen. Ich hatte Angst, dass mich wilde Tiere am Boden finden würden. Trotz meiner Angst war ich so erschöpft, dass ich tief schlief. Am nächsten Morgen sah ich etwas, das mir Hoffnung gab. Unser Schiff hatte sich während der Nacht bewegt. Die Flut hatte es von der Sandbank gehoben und näher ans Ufer gebracht. Das Schiff war beschädigt, aber schwamm noch. Ich beschloss, hinaus zu schwimmen und zu retten, was ich konnte. Das Wasser war kalt, aber ich erreichte das Schiff ohne Schwierigkeiten. Ich kletterte an einem Seil an Bord, das von der Seite herabhing. Das Deck war ein Durcheinander aus zerbrochenem Holz und verhedderten Seilen. Aber ein Großteil der Ladung unten war noch trocken und sicher. Zuerst fand ich Essen: Brot, Reis, Käse und getrocknetes Fleisch. Ich hungrig, während ich den Rest des Schiffes durchsuchte. Ich fand Fässer mit Schießpulver und mehrere Gewehre. Es gab Werkzeuge: Hämmer, Sägen, Äxte und Nägel. Ich entdeckte Kleidung, Decken und Segeltuch zum Zeltbau. Diese Schätze würden mir helfen, in diesem unbekannten Land zu überleben. Ich baute ein Floß aus zerbrochenen Teilen des Schiffes. Es dauerte Stunden, aber schließlich hatte ich eine Plattform, die schwimmen konnte. Ich belud es sorgfältig mit allen Vorräten, die ich tragen konnte. Drei Kisten enthielten Essen, eine weitere enthielt Werkzeuge und Nägel. Ich legte die Gewehre und das Schießpulver in eine separate Kiste, um sie trocken zu halten. Langsam paddelte ich mein schweres Floß zum Ufer. Die Strömung hätte mich fast zweimal zum Kentern gebracht, aber ich schaffte es zum Strand. Ich lud alles oberhalb der Hochwasserlinie ab. Dann schwamm ich zurück zum Schiff, um mehr Vorräte zu holen. Zwölf Tage lang machte ich Fahrten hin und zurück zum Schiff. Ich rettete alles Nützliche, das ich finden konnte. Ich nahm alle Seile, alles Segeltuch und alles Eisen. Ich rettete zwei Katzen und einen Hund, die auf dem Schiff überlebt hatten. Sie würden meine Gefährten an diesem einsamen Ort sein. Ich fand eine kleine Kiste mit Geld und lachte bitter. Was nützte Gold auf einer Insel ohne Geschäfte oder Märkte? Aber ich nahm es trotzdem mit, für den Fall, dass ich je einen Weg nach Hause finden würde. Am dreizehnten Tag kam ein starker Sturm. Als der Morgen kam, war das Schiff verschwunden. Der Sturm hatte es zerbrochen und über das Meer verstreut. Ich war froh, dass ich so hart gearbeitet hatte, um alles Mögliche zu retten. Nun war meine letzte Verbindung zur Welt der Menschen verschwunden. Ich saß am Strand und weinte stundenlang. Dann trocknete ich meine Tränen und schaute auf meinen Haufen Vorräte. Ich hatte genug zum Überleben, zumindest für eine Weile. Ich hatte Gewehre zum Jagen und Werkzeuge zum Bauen. Ich hatte Samen, die ich für zukünftige Nahrung pflanzen konnte. Ich fand auch Tinte, Papier und Federn in der Kapitänskajüte. Ich würde ein Tagebuch über meine Zeit auf dieser Insel führen. Am wichtigsten war, dass ich drei Bibeln gerettet hatte. Sie würden mir Trost in den dunklen Tagen bringen, die vor mir lagen. Ich blickte auf die grünen Hügel, die sich hinter dem Strand erhoben. Dieses unbekannte Land war nun mein Zuhause. Ich musste es erkunden und einen sicheren Ort zum Leben finden.

Comprehension Questions

4 questions

1

Wie viele Tage verbrachte Robinson damit, Vorräte vom Schiff zu retten?

2

Was geschah mit Robinsons Gefährten vom Schiff?

3

Warum lachte Robinson bitter, als er die Kiste mit Geld fand?

4

Was offenbart Robinsons Verhalten nach dem Schiffbruch über seinen Charakter?

Vocabulary

29 words from this story

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